Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
68
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leiten und beseelen werden, von welchem ich ein Mit-glied bin." (Lang anhaltender Znruf von der Opposi-tion.)Zugleich bin ich überzeugt, daß die Meinungmeines edel» Freundes nicht richtig verstanden wordenist; und bis ich von ihm selbst das Gcgcnthcil höre,erlaube ich mir Euren Herrlichkeiten zu erklären, wasich für den Sinn seiner Worte halte." Und hier ent-kleidete der Premier mit einem Takt, durch den sichzwar kein Mensch täuschen lassen konnte, aber denJedermann bewundern mußte, die unglücklichen SätzeLord Vargravc's jeder Sylbc, die irgend Jemand an-stößig scpn konnte, und verwandelte so die spitzen Epi-gramme und die heftigen Anklagen in ein höchst harm-loses Gewebe von Gemeinplätzen.

Das Haus war sehr aufgeregt; man rief nachLord Vargravc und Lvrd Vargrave erhob sich rasch.Es war ein solches Dilemma, aus welchem sich mitGewandtheit heraus zu winden Lumlcy gerade derMann war. Er hatte so viel männliche Frcimüthigkcitin seinem Benehmen so viel schlaue Feinheit inseinem Geist! Er beklagte sich mit stolzer, ehrlich-schcincndcr Bitterkeit über den Sinn, den man seinenWorten aufgedrnngcn.Wenn," setzte er hinzu (undkein Mensch konnte besser als er die rhetorische Wirk-samkeit der Argumentation T» guogiie),wenn jedervon dem edcln Lord in seinem Eifer für die Freiheitgesprochene Satz, in frühem Tagen wäre mit gleicherStrenge ausgclcgt oder mit gleichem Scharfsinn miß-deutet werden, so hätte der edle Lord längst als ein