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Wüste hak alle Wollüste und Herrlichkeit des Pascha lnseinem Harem gesehen, aber er beneidet ihn nicht. Erist zufrieden mit seinem Pferd, seinem Zelt, seineröden Sandwüstc und seiner erfrischenden Wasscrquclle.
„Sagt man uns nicht täglich — predigen nichtunsere Priester von den Kanzeln: die Hütte berge insich ein Glück, gleich dem der Pallästc! Und doch wieviel größer ist der Unterschied zwischen dem Bauer unddem Fürsten, als der zwischen dem Bauer und demWilden? es find mehr Entbehrungen und mehr Ge-nüsse in dem Leben des Einen als dem des Andern;aber wenn im letzteren Falle die Genüsse, obgleichsparsamer, lebendiger empfunden werden; — wenndie Entbehrungen, obgleich dem Anschein nach härter,eine stumpfere Empfindung und härtere Natnren treffen— so verliert Ihre Verhältnißrechnung Allen Werth.Ja, bei der Civilisation ergibt sich für die große Mehr-heit ein Uebcl, das im wilden Zustand nicht vorhandenist. Der Arme sieht täglich und stündlich all die Un-geheuern Ungleichheiten, die Folgen des civilisirtcnGescllschaftszustandcs; und um die göttliche Parabelumzukchren — Lazarus ist cs, der von ferne und vondem Abgrund der Verzweiflung aus den Reichen inAbrahams Schoos sitzen sieht — und deßwcgcn werdenseine Entbehrungen, seine Leiden noch schmerzlicherfühlbar durch Vergleichung mit dem üppigen WohllebenAnderer. Nicht so in der Wüste und im Wald. Hierscheiden nur kleine Unterschiede — und selbst diese nochgeschwächt durch erbliches, unvordenkliches Herkommen,