74
das dic Heiligung durch die Religion annimmt, denWilden von seinem Häuptling! Dic Wahrheit ist, daßim Zustand der Civilisation wir ein glanzendes Aggre-gat vor Augen haben — Literatur und Wissenschaft,Rcichthum und Wohlleben, Handel und Ruhm; aberwir sehen nicht dic Millionen Opfer, die unter denRädern der Maschine zermalmt werden — nicht dicgeopferte Gesundheit — den brodlosc» Tisch — diegefüllten Kerker — dic dampfenden Hospitäler — nichtdas menschliche Leben vergiftet in all seinen Quellen,und ausgcschiittct wie Wasser. Wir denken auch nichtan alle mit Zerstörung, Verbrechen und Blutvergießenbczcichnctcn Stufen, über welche hin wir diesen un-fruchtbaren Gipfel erreicht haben. Nehmen Sic dicGeschichte irgend eines civilisirtcn Staates — Eng-lands, Frankreichs, Spaniens, che cs in seine zweiteKindheit znriickfank — dic italienischen Republiken —die griechischen Freistaaten — die gekrönte Hure dersieben Hügel — welche Kämpfe, welche Verfolgungen,welche Verbrechen, welche Blntbadc! Ans welches Blattder Geschichte können wir, wenn wir znriickschen, hin-dcutcn und sagen: Hier hat der Fortschritt dic Sum-men der Ucbcl gemindert? Und erweitern Sic IhrenGesichtskreis über den einzelnen Staat hinaus: jederStaat hat seine Erwerbungen auf Kosten und durchd/s Unglück anderer gemacht. Spanien schwingt sichüber dic alte Welt empor auf den blutbefleckten Ruinender neuen; und dic Seufzer und das Gold Mcxiko'serzeugen den Glanz Carls v.