Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
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stieß, obgleich in heftigen Krämpfen, immer noch Ver-wünschungen und Geschrei nm Rache ans; er verklagtede Montaigne als Vcrräthcr und Mörder! In derschwarzen Verwirrung seines Geistes hatte er den Be-schützer und Schwager für den fernen Feind gehalten,dessen Name hinrcichtc, die Gespenster der Todtcn inihm herauf zu beschwören und die Vernunft in Wuthuntcrgchen zu machen.

Es war jetzt klar, daß Cäsarini's GeisteskrankheitGefahr nnd Tod drohte. Man erklärte, daß seinWahnsinn keiner sichern und dauernden Heilung fähigscy; er ward in ein neues AM gebracht (dessen Auf-seher eben so sehr im Ruse der Humanität als großerGeschicklichkeit standen), in einer kleinen Entfernungvon Versailles und dort war er noch jetzt. Inneuester Zeit waren seine Hellen Zwischenräume häufi-ger eingctrctcn nnd.hatten länger angcdancrt; aberKleinigkeiten, die ihren Grund in seinem eigenen Gc-miith hatten, und welche keine Sorgfalt ergründenoder verhüten konnte, genügten, seine Krankheit wiederzur heftigsten Höhe zu steigern. In solchen Zeitenbedurfte cs der nnermüdetstcn Wachsamkeit bei ihm;denn sein Wahnsinn nahm immer einen heftigen undbeunruhigenden Charakter an; nnd hatte man ihn ohneFesseln gelassen, so hätten sich die kühnsten'und stärkstenvon den Wärtern gefürchtet, unbewaffnet oder alleinin seine Zelle zu treten.

Was seine Gemüthskrankhcit noch trauriger undunheilbarer erscheinen ließ, war der Umstand, daß