Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
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Zeit und ihres Landes. Ihre Talente, ihr Witz undihre Anmnth im Umgang setzten sic nicht mir in Stand,auf gleichen Fuß mit den Ausgezeichnetsten zu ver-kehren, sondern auch die Verschiedenheiten von Talen-te» zur Harmonie zu verbinden und zu verschmelzen.Die gleichen Personen, wenn man ihnen anderswo !begegnete, schienen ihren Reiz verloren zu haben; Iunter Valeriens Dach athmctc Jeder eine ihn anhei-melnde und freundliche Atmosphäre. Und Musik undLiteratur und Alles, waS das Leben in gesitteten Län-dern verschönern und seinen Genuß steigern kann,wurde als Hiilfsqncllc dieser schönen und begabtenFrau dienstbar. So fand sic, daß der Geist seine Er-regungen und Beschäftigungen hat so gut wie dasHerz; und, anders als bei diesem, die Pflege die wir !jenem widmen, vergilt uns immer durch den Ertragseiner Früchte! Wir schwatzen von Erziehung für di^Armen, aber wir vergessen, wie noth sic bei beimNeichen thnt! Valerie war ein lebendiges Beispiel/welche Vortheilc den Frauen Bildung und geistige Hülfs- -quellen verschaffen. Durch sic hatte sic ihre Phantasiegereinigt durch sic war sic ihrer Unzufriedenheit !Meisterin geworden durch sic hatte sic sich mit demLeben und mit ihrem Schicksal ausgcsöhnt! Wenn dasschwere Herz die eine Schale- nicdcrdrücktc, so stellteder Geist doch das Gleichgewicht wieder her.

Die Zauberkräfte der Frau von St. Vcntadourzogen Maltravers in diesen reizenden Cirkcl, der Allesenthielt, was cS nur Hohes, Reines und Begabtes in