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4 (1838)
Entstehung
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dem Phantastischen dem Schatten und dem Wesen;sie hatte Zufriedenheit mit der Gegenwart errungenund sah mit ruhiger Hoffnung der Zukunft entgegen.Zhr Charakter war immer fleckenlos geblieben; odervielmehr, jedes Jahr der Versuchungen und der Pro-ben hatte ihm einen Hellern Glanz verliehen. Nach-dem die Liebe, die sic hätte verderben können, einmalnicdcrgckämpft war, bewahrte sie sic vor jeder spätemGefahr. Die erste Begegnung von MaltravcrS undValerie war zwar etwas verlegen und zurückhaltend,aber die zweite nicht mehr. Sic kamen nur Einmal,und das nur leicht, auf die Vergangenheit zurück; undvon diesem Augenblick an datirte sich zwischen ihnen,wie durch ein stillschweigendes Vcrständniß, wahreFreundschaft. Keines von Beiden fühlte sich verletztdurch die Entdeckung, daß eine Täuschung vorübergc-gangen war; sie waren. Eins in des Andern Auge,nicht mehr dieselben. Beide mochten weiter gekommenscpn und waren cs wirklich; aber die °Valcrie und derErnst von Neapel waren wie gestorbene und begrabeneWesen! Vielleicht war Valeriens Herz noch mehr aus-gcsöhnt mit der Heilung seiner sanften und süßenKrankheit, durch die Erneuerung ihrer Bekanntschaft.Der gereifte und erfahrungsreiche Denker, in welchemder Enthusiasmus seine gewöhnliche Verwandlung er-litten hatte, mit der ruhigen Stirne und dem achtung-gebietenden Wesen nüchterner Mannheit, war ein soganz verschiedenes Wesen von dem romantischen Jüng-ling, fremd der wirklichen, civilisirtcn Welt mit ihren