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stand er doch, so seltsam es lautet, an kriegerischem Rusedem großen Grafen nach, dessen wunderbare LetbeSstärkejene persönlichen Thaten verrichtet hatte, die den Haufenblendeten und den legendenhaften Ruhm der früher» Nor-mannischen Ritterschaft wieder aufleben machten. Frei-lich mochte die Vorsicht und Schlauheit, welche Montag»in der Schlacht zeigte, wohl einerseits zu seinem Glückals Feldherr beitragen, aber auch Schuld sehn an derUngerechtigkeit, die das gemeine Volk wenigstens gegenihn als Soldaten übte. Selten hatte Lord Montagu,wie man wußte, sich, obwohl sein Muth über jeden Zwei-fel erhaben war, persönlich in das Gefecht gemischt. Wiedie Feldherr» der neuern Zeit begnügte er sich damit, dieBewegungen seiner Leute zu lenken, und so behauptete erden unschätzbaren Vorthcil der Kaltblütigkeit und Be-rechnung , welche der ungestümen Tapferkeit seines Bru-ders nicht immer eigen waren. Der Charakter Mon-tagu's war dem des Grafen noch mehr im Frieden alsim Kriege unähnlich. Er galt dafür, daß er sich anS-zeichnetc in allen jenen feinen, geschmeidigen Künsten desHöflings, welche Warwick vernachlässigte oder verachtete,und wenn der Letztere bei großen Gelegenheiten derNath-geber seines Fürsten war, so war der Andere tm gewöhn-lichen Leben sein Genosse. Warwick verdankte seine Po-pularität seinem großartigen, offenen, sühnen und ver-schwenderischen Wesen, wie cs von Natur war. Derschlauere Montag» suchte durch geflissentliche Sorgfaltzu gewinnen, was dem Andern ohne Anstrengung znfiel.