Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
57
Einzelbild herunterladen
 

87

mel unter dem Haufen verkündigte, daß der Wettkampfum den silbernen Pfeil seinen Anfang nehmen sollte. DieSchteßstätten, aus Rasen gebildet, mit einer kleinen WeißenZielscheibe, die in der Mitte durch einen ganz kleinenPflock befestigt war, lagen von einander getrennt, einean jedem Ende, in einer Entfernung von zweihundert undzwanzig Schritten. Auf der Seite, wo das Schießenanfing, war das Volk versammelt, und hütete sich wohl,dem andern Ende nicht zu nahe zu kommen, sobald daswarnende Wort:Schnell!" donnernd gerufen ward;aber lebhaft war das allgemeine Gemurmel, und vieleWetten wurden geboten und angenommen, so oft ein be-kannter Schütze sein Glück versuchte. I» der Nähe desEndpunktes, wo jetzt das Ziel war, stand der Nufmerkermit seinem weißen Stab, und die Raschheit, mit welcherSchütze auf Schützen seinen Pfeil abschoß, und dann,wenn er gefehlt hatte, über den Grund sprang, um ihnaufzuheben, (denn Pfeile waren theuer genug, um sienicht so leicht verloren zu geben,) unter dem Lachenund Rufen der Umstehenden, war höchst lebendig und er-götzlich. Bis jetzt indessen hatte noch kein Schütze darWeiße getroffen, obgleich Viele ihm nahe gekommen wa-ren, als Nicholas Alwyn vortrat; und es lag etwas soUnkriegerisches in seinem ganzen Wesen, etwas so Ge-ziertes in seinem Gang, etwas so Aengstliches in der be-dächtigen Untersuchung des Pfeils und in seinem sorg-fältigen Zurechtrücken deS Lederhandschuhes, der den Armgegen das schmerzende Schnurren der Bogensehne schützte,