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„Du stehst diese Bursche," sagte der Maler,indem er Jeden mit dem neugierigen Aug seiierKunst anffaste; „fle sind freilich eine niedere Horde,aber auch im Abgrund des Verbrechens, im Unflathihres hungrigen Elends haben sie »och einen Durstnach Ruhm , ein Ziel nach dem sie aufstreben. Drun-ten in jenem Keller, wo ein Pfennig-Lichtstümpfchenauf abgemagerte, vom Wahnsinn des Rausches ver-zerrte Wangen schimmert; — hier in dieser fauligenDachstube, aus deren Fenster Du Bettlerlumpenzum Trokneu oder vielmehr zum Derschrumpfen inder schimmeligen, schmuzigen Luft aufgehängt stehst: —weiter hin, in diesen Mauern, die, schwarz unddunipf wie dieHerzen, die fle bergen, unsre Aussichtauf Armuth und Elend schliefen — selbst dort, imgiftigen Kerker, in der Zelle des Miffethäters, ja aufdem Blutgerüst hätschelt der Ehrgeiz die Hvfnungenoder höhnt die Verzweiflung des Menschen! Ja! dieBewohner dieser Mauern haben ihr gefährlichesSpiel der Ehre gespielt, haben „den Würfel desZufalls" geworfen, welcher das Laster als Triumph,die Schande als Gewinst einbringt! Wir theilenihre Leidenschaft, obwol wir fle auf ein besseres Zielrichten."
Warner hielt einen Augeublik an, da seine Ge-danken eine Bahn eingeschlagen hatten, die seinemInnern etwas fremd war, und fuhr dann fort:„Wir haben jezt einen Blik auf die zwei grosenAbheilungen der Menschen geworfen: die welche in