18
wie er suhlte, Mordannt unangenehm sei» mußte,druckte er den Wunsch aus die Hauptgemächer desHauses zu sehen. Mit einer gewissen Beschämungüber die Vernachlässigung worin dieselben seit gerau-mer Zeit nothwendig stehen mußten, und einem ge-wissen Stolz über den Glanz, den keine Vernach-läßigung verwischen konnte, fügte sich Mordannt indas Verlangen und führte den Gast über eine Treppevon schwarzem Eichenholz, deren Wände und Deckenmit italienischen Fresken bemalt waren, nach einerReihe von Zimmern, in welchen Zeit und Staub dieeinzigen Bewohner zu sein schienen. Gemächlichübersah Clarence den reichen Sammt, die kostbarenSpiegel, die bunten Gemälde von hundert Vorfah-ren, und die alten Schränke, die unter den wohl-bewahrtesten Reliquien des Geschlechtes MordanntMerkwürdigkeiten enthielten, welche der angestammteEnthusiasmus eines alten Edclhauses als heiligeErbstücke aufgespeichert hatte, und die selbst für Mor-daunts vornrtheilfreien Geist einen Werth besaßen,dessen Prüfung er sich nicht allzuängstlich angelegensein ließ. Hier war der Becher aus welchem dererste Fürst vom Stamme Tndor nach der Schlachtvon Bosworth getrunken"). Hier der Ring, womit
") Der vorhin genannte Graf Richmond, der ans demSchlachtfeld bei Bosworth, wo er Richard 111.besiegt hatte, die Königskrone annahm und alsHeinrich VII. über England regierte.
Der Uebersetzer.