Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
Seite
11
Einzelbild herunterladen
 

II

!

das eckelste aber gefühlvollste aller menschlichen We-sen, konnte weder seinen Geschmack noch seine Nei-gungen den kühlen Albernheiten der vornehmen Ge-sellschaft anpasse». Der Vaters gewöhnliches Trei-ben und augenscheinliche Geldverlegenheit verstärk-ten noch seinen Widerwillen mit seiner Lage, dennjenes Treiben schien unheilbar und die Geldverlegen-heit im Wachsen begriffen, und nur Ein Umstand,den Mordaunt damals noch nicht durchschaute, hin-derte den endlichen Verkauf eines Guts, das bereitsnicht viel besser als eine prunkende Steuer geworden.

Es war daher mit der halb schmerzlichen, halbangenehme» Empfindung, womit wir einen Verfall, denwir nicht hindern können, wenigstens unfern Augenentziehen, das, Mordaunt zu jener Tour über dasFestland anfbrach, die damals für einen nothwendi-gen Theil der Erziehung galt. Sein Vater schienbeim Abschied tief bewegt.Geh, mein Sohn,"sprach er,möge Gott Dich segnen und mich nichtzn streng strafen. Ich habe großes Unrecht anDir gethan und ertrag' cs nicht. Dir ins Gesicht zuschauen."

Algernon legte diesen Worten einen bloö allgemei-nen Sinn unter, allein sie scbloßen einen besonderenin sich ein. Nach drei Jahren kehrte er nach Eng-land zurück, sein Vater war seit einigen Mona-ten tvdt nnd die Bedeutung der Abschiedsworte be-reits enthüllt; doch hievon später.