Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
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seinen Träumen von der Nymphe und Najade, überseinem Bemühen in den tiefen Bornen des Stagyri-ten oder den goldenen Quellen Platos die Wahrheitaufzufinden, vergaß er die Einsamkeit seines Loosesund gab der aufgehäuften Begeisterung seiner Seeleeinen Stoff.

Im klebrigen fand sein eher gcdanken- als phan-taflcreiches Gemüth kein Idol das dergöttlichenPhilosophie" gleich gekommen wäre. Seine Wonnewar, sich in die Irrgärten metaphysischer Forschungzu stürzen, den Quellen der geistigen Vermögennachzugehen, die Geheimnisse des Weltalls miteinander zu verbinden, in die dunkelsten Höhlender Natur hinabzusteigen, oder sich durch ihre verein-zeltsten Mysterien durchzuwinden und Schritt fürSchritt jene steile Höhe zu erklimmen, wo der Ge-danke schwindelnd und wirr anhält, unter sich eineumwölkte Erde, über sich einen unergründlichenHimmel.

Obwohl selten auS dem Zimmer kommend, per-sönlich nur Wenigen und in vertrauterem Grad mitNiemand bekannt, ließ Algernvn gleichwohl den aus-gezeichnetsten Nus auf der Hochschule zurück. Erhatte einige der höchsten akademischen Ehren gewon-nen und nach jenem sprichwörtlichen Verfahren ge-wöhnlicher Köpfe, welche das Außerordentlichestets in dem Unbekannten finden, knüpfte die Abge-schiedenheit, worin er lebte, und die himmlische Artseiner Lieblingsstndien noch größere Berühmtheit