Druckschrift 
1 (1836)
Entstehung
Seite
51
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hatten »nsre guten Leute weder das erste noch daszweitemal gesehen; sie hatten das erstemal auf dasMantelsäkchen, das zweitemal auf die drei jemit vier Pferden bespanten Wagen geblikt!

Hat indessen der kaufmännische Geist die Folge,daß wir dem Neichthum eine» uugedurlichen Werthbeilegen, so hält er auch einen Geist der Ehrlichkeit,als das beste Mittel zur Erwerbung desselben, auf-recht, und so vereinigen slch denn dieselben Ursachen,die unsre Gebrechen hervor rufen, auch zur Erschaf-fung manigfachcr Vorzüge. Der Handel macht dieMenschen in ihrem gewöhnlichen Treiben und inihren geselligen Beziehungen zu Leuten von Wort.Er thut Dies nicht durch das Gefühl der Recht-mäßigkeit, sondern des eigenen Interesses. EinHändler entdekt bald daß Ehrlichkeit das beste Ver-fahren ist. Reist man in Italien und zerbricht denWagen, so gibt es vielleicht nur einen einzigenSchmid im ganzen Ort; er last sich für Wiederher-stellung des Vehikels den zehnfachen Arbeitpreisbezahle»; er benuzt die Noth des Reisenden undsein eigenes Gewerbsmvnopol. Wer das Uuglükgehabt, in einer gebrechlichen Kalesche die Nieder-lande zu durchreisen, kann aus der Fülle der Er-fahrung von der nämlichen Erpressung in diesemLand sprechen, wo doch die Moral einen viel höhernStandpunkt einnimt, als in Italien. In Englanddagegen würde so etwas, wenn je, mindestens sehrselten geschehen. Auch dort fände man in manchem