Druckschrift 
1 (1836)
Entstehung
Seite
50
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SV

halb Duzzend Lakaien und einem pelzverbrämtenUeberrok, kann auf di« dienstbeflissenste Behandlungrechnen. Daher versichert der reiche Ausländer inder Regel, wir seien ein höchst höfliches Volk gegenFremde; der beschränkte dagegen erklärt, wir seiengerade das Gegcntheil. Ich hoffe was i-ch in dieserBeziehung gesagt habe, wird »ns bei unser» Nach-bar» rechtferiige», und versichere sie, daß die einzi-ge» Gerüchte denen wir gegenwärtig noch zumprakiische» Nachtheil Monsieurs glauben, diejenigensind, die ihn beschuldige» ec lebe jährlich blos vonhundert Napoleons, st.kie den Znkker im Kaffeehausin die Tasche und gebe dem Kellner etwaö unteranderthalb Pence.

Ein mir dekanter Russe besuchte vor zwei Jah-ren England mit einem kleine» Mantelsak. GuterHimmel! wie zog er auf uns los! Nie gab esei» so rohes, grausames, argwöhnisches, barbarischesVolk! Vor wenigen Monaten sah ich ihn wieder,als er uns eben mm zweitenmal einen Besuch alustattete: er war entznkc über Alles was ec sah; niehatte sich eine Nation dermaßen gebessert: se>n Tischlag voller Besnchkarten wie gastfreundlich wirwaren! Der Hausherr hatte eine englische Familieausqnartirt, um der Bequemlichkeit des Ausländersnach-zukommen; welch feine Beachtung eines Frem-den! Woher dieser Unterschied in der Ansicht desRussen über »ns? S-i» Oheim war gestorben, er warzu großem Vermögen gelangt. Auf den Fremden