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Dorf vielleicht keinen zweiten Schmid, an den mansich halten könte, aber in dem Dorf wäre ein öffent-licher Geist, ein allgemeines Gewissen, das denMonopolisten unbewnst von einer Unehrlichkcitgegen den Reisenden abhalten würde. Dazu komtdann freilich noch der Umstand, daß bei der dichter»Bevölkerung die Monopolisten seltener und folglichdie Versuchungen minder häufig find.
Es ist die Eigenschaft einer erleuchteten Aristo-kratie — ich meine damit einer vergleichungwciseerleuchteten — das Gefühl der Ehre zu nähren.Ehre ist ihre Religion; einem einzigen Vorurtheilderselben opfert der Adel selbst Tugenden. So find wirdenn auch in unfern Verhältnissen z» auswärtigenStaaten minder klug als ehrenhaft gewesen, undhaben durch strenge Pünktlichkeit in Bezalung derNationalanlehen unfern Nationalkarakter gerettet.
Schufte unter den Kleinhändlern und Gaunerunter den höher« Ständen gibt es bei uns wieüberall; allein Diese reichen nicht hin dem Volks-karakter ihr Gepräge aufzudrükken. Es wird beiuns kein systematischer Hohn mit den Rechtsprinci-pien getrieben — wir haben nicht jene Art morali-scher Spielhäuser, die man unter den philosophischenElegants von Paris und Wien findet. Zwarsind auch in London manche Herren von feinem Tongefährliche Personen für junge Erben; allein vondergleichen Herren gibt es, Gott sei Dank, denndoch nicht über ein oder zwei Dnzzend. Im Privat-,