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respcktiren gewohnt sind, gewint allgemach das An-sehen einer Tugend — reich sein wird ein Verdienst,Armuth eine Schande. Ein fremder Schriftstellerbemerkt in dieser Hinsicht richtig, man könne diemoralische Denkart unseres Landes nach der einfa-chen Phrase beurtheilen: „der Mann ist so und soviel werth," (i« vortl> so muck), statt: „erbeflzt so und so viel." —
In einem im Jahr 1816 zn Paris erschienenenWerk über England, das Vieles ans der gehaltvol-ler!! Schrift Ferri's de St. Constant entwendet hat,und, während es oft falsche Thatsachen enthält, inden Folgerungen, die es aus den hie und da mit-lanfenden richtige» Fakten ableitet, in der Regelnicht ohne Tiefe ist, sagt der Verfasser nach dervorangehenden Bemerkung, daß in England l'-xLsutäeville eo Wut , philosophisch: „De ce!w msuiLre,Huoihue Ie5 ricliesses su^meuteut ä uertsius «A-xlls I»puisssuce ll'uu etst, il srrive ^u'clles ne servent cju'älu äeti-uire sit»! lu'elles inüueut sur le vlioix lle oeuxzool ü Is t6te >lu ^ouveroelnent."
In andern Ländern ist Armuth ei» Unglük; —bei uns ist sie ein Verbrechen.
Der besondere Sinn eines Wortes bezeichnetoft den Karakter eines Volks; bei den alten Römernbedeutete Tugend, virtus, so viel als Tapferkeit, beiuns Engländern bedeutet ein Virtuose einen Rari-tätensamler. Die Bewohner der Tongainseln, beiwelchen sich alle moralische Begriffe in einem Zustand