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ausnehmender Verwirrung befinden, haben keinWort für Tugend bei einem Menschen, das sich nichtganz eben so auf eine Axt anwenden ließe: sie er-kennen blos in Dem eine Tugend, was ihnen einenauffallenden Dienst leistet. Eine Axt oder einMensch können zum Werkzeug eines Mords gemachtwerden, deshalb bleiben aber doch beide eine guteAxt oder ein guter Mensch. Bei uns hört man dasWort tugendhaft, wenn es nicht in einer mo-ralischen Abhandlung vorkomt, selten, und ich möchtenicht dafür stehen, daß es nicht den Verdacht irgendeiner unorthodoxen Bedeutung, den Argwohn vonirgend etwas Heidnischem, der Religion Wider-streitendem, erregen dürfte. Das Lieblingswort beiuns ist „respektabel," und der gangbare Sinnvon „respektabel" mag allerdings die Tugendausschliesen, nie aber ein anständiges Maß vonNeichthum. Kein Wunder also, daß Iederman strebtreich zu werden
„Lr propler vit-iis viveuäi perclere csozss.!"
Dnrch den vorgenanten Einfluß auf den National-karakter sah sich denn die Aristokratie unmcrklichauch in Stand gesezt auf die Gesezze rükznwirken.Da Armnth in den Ansichten der Menge die Vor-stellung von etwas Tadelnswürdigem annahm, sotrug man geringes Bedenken, ungünstige Gesezzefür die Armen zu machen! Ohne Scham hielt manan der Strenge eines barbarischen Strafgesezbnchesfest; — eben so an einem ungleichen System des