Diese geheimnisvollen, wechselnden und manig-faltigen Schattirungen des Ranges, diese schillern-den Farben der Gesellschaft haben die Wirkung, daßdas Volk selbst keine bestimte, feste Stellung ein-nimt; daß es nur durch Bekantschaften zu steigenvermag; daß endlich, während der durch Geist oderGeld zu erwerbende Rang nur Wenigen offen steht,der Rang der durch die Mode erlangt werden kann,scheinbar Allen geöfnet ist. Daher zunächst jenesewige Wetteifern, jenes Schangepräng, jene Lustzur Nachäffung, die Engländer und Engländerinnenanszcichnet. Diese von allen Fremden unabänderlichbemerkten Eigenschaften sind gleichwol noch nie aufihren wahren Ursprung zuriikgeführt worden. Ichglaube als den Grund dieser Nationaleigcnheit nichtmit Unrecht die eigenthlimliche Art hervorgehobenzu haben, womit bei uns die Aristokratie auf dieübrigen Stände einwirkt. Da Reichthum dasBündniß und die Beachtung des Adels nach sichzieht, so affektirt man Reichthum auch wo mankeinen besizt, und da gesellschaftliche Geltung, welchebei uns das Geschöpf der Aristokratie ist, nur durchäusserliche Aehnlichkeit mit den in der GesellschaftGeltenden erreicht werden kann, so ahmt Iedermanseinen Nächsten nach und hoft die gute Meinung
berufe« waren, als sie jszt weg«« ihrer knechti-sche» Unterwürfigkeit unter die Gesezze der Mod«bekant sind.