Vorstellung von einer andern Atmosphäre, und wasfür Andere ein Wunder ist, gehört für uns zurTagesordnung. Ist jedoch der Eingeborene un aus-merksam, so wird Ew. Excellenz zugcben, daßder Reisende ! eichtg länbig ist, und werden dieUngeheuer bisweilen von dem Erster« nicht bemerkt,so werden sic auch zuweilen von dem Lezter» er-funden. Ew. Excellenz erinnert sich der Anekdotevon dem französischen Jesuiten, der sich verwundertein China bereits ein Pricsterthum vorzufinden; derMann, der dasselbe im Namen der heiligen Jung-frau ausübte, hielt cs für eine gräuliche Unver-schämtheit, wenn dasselbe im Namen Fv's ausgeübtward! Ganz im gleichen Geist beklagt sich in derneuern Literatur eine Engländerin über die Grobheitder Amerikaner, und ein deutscher Fürst affektirteinen republikanischen Schänder vor der Aristokratiein England.
Seine Excellenz, der Fürst Talleyrand, weißbesser als das ganze Corps der Diplomaten wiegering eigentlich der Unterschied ist, der zwischenMensch und Mensch stattfindet: — Wuchs undGliedmaßen weichen in ihren Verhältnissen nur un-bedeutend von einander ad — das äussere Benehmenists, was die ganze Verschiedenheit bildet. DieReisenden prüfen ihre Verwunderung über die !Neuigkeiten, welche sie wahrnehmen, nicht hinläng- Ilrch und rufen oft etwas als eine Abweichung in den ^Ksrakteren der Nationen aus, was blos eine !