Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
Seite
108
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ärztlicher Hülfe versehen worden!

Nur noch für Eine Dienstleistung kann er derGesellschaft verpflichtet «erden für sein Begrab-niß. Er stirbt als Gemeindearmcr und erhält daherauf Kosten der Gemeinde Sterbekleid, Leichentuch,Sarg und Grabstätte; eine Zahl Armer aus demArbeitshaus bringt ihn zu Grab und eine andereZahl bildet die Leidtragenden." ")

So finden wir, daß die milden Anstalten garzu oft nur eine Belohnung der Trägheit und Laster-haftigkeit sind. Welch düstere Lehre der Trüglichkeitmenschlicher Weisheit liegt für unser Herz in dieserErfahrung! Welche Vergeudung liebevollen Mitge,fühls! Welches Verderben können persönliche Ver-irrungen selbst in den Tugenden eines Volkes Her-vorrufen ! Wohlthätigkeit ist eine der Eitelkeit desmenschlichen Herzens angenehme Regung es ist

*)Ausdrüklich wies ich daraus hin," fügt Her»Stone hinzu,daß ich bei Beschreibung der Wir-kungen der Mildthätigkeit in meinem Bezirk kei-neswegs «inen ungewöhnlichen, sonder»einen ganz gewöhnlichen Fall angeführt habe.Ich hätte viele andere Details beifügen könne»,die zum Theil viel schlimmerer und empörendererArt find, allein ich begnügte mich, den Zustanddes Bezirks blos in Bezug auf die milde Unter-stüzzung und auf den Grad zu beschreiben, in wel-chem diese Unterstlizzung Leichtsinn und Unselbstän-digkeit befördern kann und wirklich befördert."