Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
Seite
81
Einzelbild herunterladen
 

81

das im Stillen seine Dragvnaden erhält mit denSklaven Jamaika's, mit den Menschenopfern Hin-dustans j wo irgend ein Leiden, verbündet sie dieeigene Erfahrung mit demselben, und oft tragenihre, für sie selbst fruchtlosen, Bemühungen bei, dieWage der Welt ins Gleichgewicht zu bringen. Wie(nach dem rührenden arabischen Sprichwort) derBarbier seine Kunst auf dem Gesicht der Waise er-lernt, so gewint bisweilen die Gesezgebung ihreWeisheit ans Versuchen an dem Elend.

Gegen den entsittlichten gesellschaftlichen Zu-stand, welchen ich einem großen Thcil der Arbeiterzugeschrieben, gibt es zwei Mittel, ein physischesund ein moralisches. Drillt man den Körper durchfrühzeitige, übermäßige Anstrengung nieder, somüssen die Gedrillten vor der Zeit zu künstlichenMitteln gegen die Schwäche fliehen. Opium undWachhvlderbrantwein sind die wohlfeilsten Getränke;sie zerrütten das Gemüth und entziehen den Leutenihren Arbeitsgewinn. Was hilft hoher Lohn, wenner in einer einzigen Nacht wieder dnrchgebrachtwird? Kinder sollten daher nicht zu früh, noch zustark, zum Geschäft angchalten werden. Eben sosollte es Frauen verboten sein in der lezten Periodeder Schwangerschaft Fabrikarbeiter, zu verrichten;sie haben nicht das Recht, ihren Fluch auf das Un-geborene zu übertragen. Allerdings soll die Gesez-gebung nicht übermäßig einschreite»; aber sie istgleichwvl eben so sehr Hüterin als Vollstrekkerin;