Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
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freudlose», unliebenden Aussichten trit das jungeOpfer in die Welt. Die ersten Zahre des Armensind von einer Meisterhand gezeichnet worden. Ichführe das Gemälde nicht nur als der W.rklichkeitrollkommen entsprechend, sondern auch als eine derrührendsten (obwol am mindest bckanten) Probenvon der höchsten Gattung erschütternder Beredsamkeitan, welche die neuere Literatur aufweisen kann.

Das unschuldige Geplauder seiner Kinder nimtden Stachel aus der Armuth des Menschen. Aberdie Kinder des ganz Armen plaudern nicht! Esist nicht der mindest furchtbare Zug im Bilde einessolchen Hauses, daß es dort nichts Kindliches gibt.Arme Leute, sagte uns einst eine alte, gefühlvolleWärterin, ziehen ihre Kinder nicht auf, sieschleppen sie auf. Der kleine sorglose Lieblingder wohlhabender» Kinderstube wird in einer solchenHütte bald zu einem vorzeitig rcflekiirendcn Wesenumgeschaffen. Niemand hat Zeit mit ihm zu tändeln,Niemand hält der Mühe werth es z» streicheln,zu liebkosen, zu schaukeln, zu geschweige!,. Niemandist da, der seine Thräueu wegküst. Schreit es sowird es blos geschlagen. Mit Recht hat man gesagt,ein kleines Kind wird mit Milch und Liebkosungenauferzogen." Aber die Nahrung dieses armen Kin-des war dünn, marklos; die Zuflucht zu den kleinenKinderstreichen und Bemühungen bemerkt zu wer-den, ruft nur ewige, bittere Schmähworte her-vor. Nie hatte es eine Puppe oder wusle was ein