Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
Seite
66
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Zahnamulet ist. Es wuchs auf ohne das Wiegenliedder Amme; fremd blieb es dein geduldigen Streicheln,den besmwicbtigeuden Zärtlichkeiten, den Aufmerk-samkeit erregenden Schaustücken, eben so sehr demkostbarcrn Spielzeug als der wohlfeilern Erfindungdes Momentes um den kindlichen Geist zu unter-halten, dem G plander des Unftnns (der beste Sinnfür seine Fähigkeit), den süßen Thorheiten, denwohlthiitigen Lugen, der geschikt erfundenen Ge-schichte, die augenbliklichen Leiden Einhalt thntund das junge Staunen webt. Nie hat man ihmgesungen, Niemand hat ihm ein Arymenmährchcnerzählt. Es wurde ins Dasein nntgeschlext, zulebe» oder zu sterben wie es der Zufall wollte. Eshatte keine Kmdertränme. Mit Einem Mal brachcS in die eiserne Wirklichkeit des Lebens herein. Fürden ganz Armen ist das Kind nicht Gegenstand desTiindelns; es ist nur eineuer Mund zum Füttern;nur ein Paar neue Händchen, die bei Zeiten zurArbeit abgehärtet weiden müssen. ES ist, so langecs noch nicht der Mlterwerber, nur der Rival umdie Nahrung der Eltern. Es ist nicht ihre Freude,ihre Zerstreuung, ihr Trost; es macht sie nicht wie-der jung durch Erinnerung an die eigene Jugendzeit.Die Kinder dec ganz Armen haben keine Jugend-zeit. Das Herz blutet wenn man auf der Straßezufällig das Gespräch einer armen Frau mit ihremkleinen Mädchen vermint, einer Frau die noch zur