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2 (1836)
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Gegenwart versprochen worden war, gab sie ihnauf. Hätte so was unter den höheren Ständen

> Vorkommen können? Denken Sie sich, theuerstcr,

> was die Vornehmen lachen würden und als welchegute Geschichte es in den Klubs umliefe, wenn ein

i eben zur Heirat fertiges Mädchen an einem schönenI Morgen zum Bräutigam sagte:Nein, mein Herr,entschuldigen Sie mich, unsere Verbindung mußsich aufheben. Ihr gestriges Votum im Unterhaus, lief dem Ihren Kommittenten abgelegten Glaubens-bekentniß gänzlich entgegen."

Es ist merkwürdig, daß das Lächerliche bei uns,! einem ernsten, nachdenklichen Volk, weit gefährlicherej und mächtigere Wirkungen ansübt, als bei unser»i leichtern Nachbarn, den Franzosen. Bei ihnen wares zu keiner Zeit Mode, erhabene, edle Gesinnungenzum Gegenstand des öffentlichen Hohns zu machen;sie haben einen schnell zündenden Sinn für dasHochherzige; sie treiben denselben zum Bombast, wiesie denn überhaupt das Natürliche nur verehren, wo^ ei mit Bühneneffekt anftrit. Die lebhaften pariser! Sirenen waren entzükt über die Anbetung, welche! Rousseau der Tugend darbrachte, und in früherer! Zeit konte selbst ein d'Angeau einen Fenelon ver-! ehren. Wie lächerlich würde sich dagegen in unserem

> Land die ritterliche Begeisterung eines Chateaubriandausnehmen: seine Wärme, seine Chevalerie, seinDon Quixotismus würden ihn zur Zielscheibe derganzen Nation machen! in Frankreich sind eben