diese Eigenschaften die Quelle seines großen Ein-flusses. 2» Paris haftet das Ridiküle am Benehmen,in London an den Gefühlen: bei uns wird wenigerein gemeiner Ton, ein übler Anstand, eine ge-schmaklose Equipage, als irgend ein Enthusiasmusdes Herzens verhöhnt. Ein Mensch der sich zu er-habenen Grundsäzzen bekent, ist ein höchst lächerlichesWesen bei uns. Wir lachen nicht halb so sehr übereinen Krautjunker, als über patriotischen Hochflnnoder philosophische Aufopferung. Bentham galt fürausnehmend spashast, weil er ein Philanthrop war;und Byron verlor die Bewunderung der schönstenDamen, als er sich nach Griechenland einschifte.Ein feiner moralischer Sinn dagegen duldet nie,Laß große Geister Gegenstand schaler Wizzeleienwerden. Franz I verbot seinen Höflingen über Ariosizu spaffen, und Ludwig XIV erklärte einen gewissenGeneral für untauglich zu hohen Posten, weil erdie Geistesklcinheit bewiesen hatte, über Racine zulachen.
Ueberhaupt ist das Lächerliche bei einem nüch-ternen und ernsten Volk stets eine gefährlichereGottheit, als bei einem leichtfertigen. Menschen derersternArt schämen sich der Bewegung ihresInnern eher, daher verbergen sic die Gefühle,welche leichtere Gemüther an Tag legen. Wir sehenDies im gemeinen Leien täglich: Ernsthafte nehmensich eine Lächerlichkeit mehr zu Herzen, als Lustige.Ein Satiriker spottete die Spanier aus dem Ritter-