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erst Liebe, ich kauft ffe stets schon fertig." Wirbetreten nie eine» Bailsaal ohne zu suhlen, dak wirdiplomatische Luft athmcu. Wie viel von diesenzarten cliaperons würden selbst den Verstand einesTalleyrands bestimmen! Was für offene Gefickterund heimliche Herren! Welcke Anschläge und Hin-terhalte in jedem Wort! Blikkeu wir auf jenefrühere Periode in unserer Sitteugesckichte zurük,wo die Eitern, wie noch jezt in Frankreich, ihreKinder mit einander verlobten und statt sie zumöffentlichen Verkauf zu bringen, einen Privattausch-vertrag schlossen, so werden wir zu unserer Ver-wunderung finden, daß die Ehen damals nicht min-der glüklich, die Frauen nicht weniger häuslichwaren, als jezt. Der Gebrauch, cs öffeutlrch ansSHeiraten anzulegen, zieht manche nicht gehörigbeachtete Folgen nach. Zuvorderst nährt er denGeist der Unaufrichtigkeit unter dem ganzen weib-lichen Geschlecht, Müttern wie Töchter», — einenGeist, der in beständigem Planmacken und unaufhör-licher Heuchelei besteht; er vermindert die ritterlicheVerehrung der Frauen und trübt die jugendlicheNeigung zn einer erhabenen, aufricktigen Liebe mitewigem Argwohn. Sodann trägt er das Genügedazu bei, um den gesellschaftlichen Ton dumpf, ge-mein, geistlos zu macken; nicht Talent, nichtTugend, ja nicht einmal Anmuth und Zauber deSBenehmens sind es,, wonach sich die schönen Richte-rinuen über gesellschaftlichen Ruf Umsehen: — Titel