nicht zufrieden, ihn bei ihren Lebzeiten zu Plagen, ängstetsie ihn noch nach ihrem Tode.
Clara.
Aber warum beklagt er sie so?
Lady Franklin.
Warum? weil er Alles besitzt um glücklich zu seyn— Vermögen, Gesundheit, guten Ruf. Da cs aber seineWonne ist, unglücklich zu seyn, so nimmt er den einzigenVorwand dazu her, den die Welt ihm gestatten will.Uebrigens ist das Art und Weise der Wittwer; nämlichwenn sie wieder auf Heirath denken. — Aber beste Clara,Du scheinst so zerstreut zu seyn — stehst so blaß, so un-glücklich aus — Thränen sogar?
Clara.
Nein — nein, keine Thränen. Nein!
Lady Franklin.
Seitdem Mr. Mvrdaunt Dir zwanzigtausend Pfundhinterließ, bewundert Dich Jedermann. Sir Frederickist dis zum Verzweifeln in Dich verliebt.
Clara (mit Geringschätzung).
Sir Frederick!
Lady Franklin.
Ah! Clara, sey getrost — ich kenne Dein Geheim-niß, und bin überzeugt, daß Evelyn Dich liebt.
Clara.
Einst — jetzt nicht mehr. Er mißverstand mich,als er arm war: und jetzt, da er reich ist, steht es mirnicht zu ihm Aufklärung zu geben.