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Die Herzogin de la Vallière : ein Drama in 5 Akten
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Wie innig auch, doch nie so liebt' als jetzt!

— Scy dieses unser Schcidcwort, mein Freund;Dicß unser schuldlos süßes Angedenken!

O bete mit mir, bete mit, mein Ludwig,

Daß bis zum Tod mir der Gedanke bleibt,

Wir beteten mitsammen um Vergebung!

Ludwig.

Warum erkenn' ich erst in dicker StundeDen Schaß, den ich verlieren soll! — Nicht darf ichZurück Dich rufen von dem Himmel, demDu halb schon angchörst; der Erd' entfremdetHeischt Deine Seel' ein himmlisches Geschick.

Sc- Dcinvdcr Friede denn , und — mein die Buße

— Doch diese dumpfen Mauern, dieses GrabLcbend'gcr Wesen, dieses strengsten OrdensSchwcrstrcnge Regeln — und die Sanfte, DuDie Zarte, Hochgcbornc; Du, die Wann' einst'Des glänzendsten der Höfe von Europa —

Weh! wie erträgst Du's?

Luise.

Mehr ertrug ich schon,Denn Deine Untren, meine Schmach ertrug ich.

Laß das! Die Außcndinge schrecken nicht;

Das Herz nur ist Palast uns oder Kerker,

Und der Gedanke, daß die Sünd' ich mied,

Wird mir die Zelle glorreicher erhellen.

Wird ihre Kluft mit hcrrlich'rcr MusikErfüllen, als die Königssäle prunkenMit irdischem Kerzcnschein und Harfcnklang!