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Die Herzogin de la Vallière : ein Drama in 5 Akten
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erhebt, war ich bemüht der Rede den erforder-lichen poetischen Aufschwung mitzuthcilen.

Die Nothwcndigkcit der poetischen Gerech-tigkeit hat mich in der Bestrafung der MarquiseDe Montespan zu einem Anachronismus be-stimmt. Der Wirklichkeit nach war jene Bestra-fung ungleich vergeltender als sic im Dramaerscheint. Madame De Montespan verrieth eineFreundin und ward dafür von einer Freundinwiederum verrathcn; was die Montespan fürdie La Valliärc war, war die Maintcnon fürdie Montespan. Auch mögte ich hinzufügen,wie Conccntration und Klimar des Interesses,das die Schaubühne erfordert, mich zwang denKönig noch in der letzten Scene auftretcnzu lassen. Historischen Daten zufolge spielteLudwig der Vierzehnte diejenige Nolle undäußerte diejenigen Gesinnungen, die ich ihmim Kloster der Carmeliterinnen zuschrcibe, schonfrüher, und zwar in der Wohnung der Her-zogin De la Valliärc, als diese ihm ihrenEutschlnß, den Schleier zu nehmen, eröffnete.

Paris, im Dcecmbcr 1836.

E. L. Bnlwer.