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Die Herzogin de la Vallière : ein Drama in 5 Akten
Entstehung
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einer Schutzrede meiner allgemeinen Behandlungdes von mir bearbeiteten Stoffes und der vonmir geschilderten Zeit liegt. Es schien mtr,daß so Stoff wie Zeit Anlaß zur ernsterenKomödie und zur Entwickelung tragischer Ge-müthsbewegungen darböte. Die Jntriguen, dieSchaustellungen, die Hohlheit und Servilitätdes Hofes von Frankreich, die von einemNochefoucault hervorgerufene Philosophie, dievon einer Dangeau skizzirten Sitten, die voneiner Genlis hochgepriesene Moralität lassensich nicht durch epische Deklamation verdeutli-chen; nur durch das Fernrohr einer behagli-chen Satire lassen sie sich uns naher bringen.

Die Wesen in Versailles waren meistentheilsMenschen, denen Leidenschaften (welche dieTragödie ausmachen) unbekannt blieben. DurchHumor (der die Komödie abgiebt) stellten sieForm und Geist der von ihnen gebildeten Ge-sellschaft dar, indem sie mittelst der Heiterkeiteine feierliche und dauernde Moral bewirkten.Daherkommt es, wenn etliche und gewisse Stellenin diesem Werke dem Leser prosaischer klingenals andere. Gedanken und Personen, die derProsa angehören, gebührt prosaischer Ausdruck.Wo der Gegenstand an sich selbst sich zur Poesie