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künstelten Platonismus für das Ohr eines Mäd-chens klingen würde, — doch damals seltsam »ndfremd war, ohne bestimmte Vorstellung in ihrem Ge-folge, so daß er unmerklich weiter gehen oder zurück-weichen konnte, wie die Gelegenheit es mit sich brachte,die Hoffnung, Muth oder die Bcsorgniß Furcht ein-flößte. Jone zitterte, ohne zu wissen warum; derSchleier oerbarg ihre Züge und bedeckte einen Aus-druck, der, hätt' ihn der Egypter gesehen, ihn zu-gleich entmuthigt und ergrimmt haben würde. Wirk-lich hatte ihr der Freund nie mehr mißfallen — dieharmonische Betonung der einschmeichelndsten allerStimmen, die je unhcilige Gedanken versteckten, sankmißklingend in ihr Ohr. Ihre ganze Seele warnoch mit dem Bild des Glaukus erfüllt, und einTon der Zärtlichkeit von einem Andern konnte sienur empören und beängstigen. Doch ahnete ihr nichtdaß eine noch heißere Leidenschaft, als jene platoni-sche Liebe, deren Arbaces Erwähnung gethan, hin-ter seinen Worten laure. Sie glaubte, er habewirklich blos von der Zuneigung und Sympathieder Seelen gesprochen; aber war es nicht eben dieseZuneigung, diese Sympathie, die einen Theil derEmpfindungen ausgemacht, die sle für Glaukus ge-fühlt? Und durfte irgend ein anderer Fußtritt alsder seinige sich der Pforte ihres Herzens nahen?
So antwortete sie denn in dem ängstlichenWunsch dem Gespräch eine andere Wendung zu ge-ben, mit kaltem, gleichgültigen Ton: „Wenn immer