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2 (1836)
Entstehung
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Sitte Trotz, sondern sie beherrsche dieselbe. Eswar möglich, Ionen nicht zu lieben; vielleicht schiensie zu erhaben für die Liebe gemeiner Naturen; aberliebte man sie einmal, so ging cs bis zur Anbetung.Unerschöpflich war der Reichthum ihrer Anmnth;sie verschönte die gewöhnlichste Handlung; ein Wort,ein Blick von ihr schien wie ein Zauber zu wirken.Sie lieben, hieß in eine neue Welt treten; manverließ diese müdegetretene Alletagserde; man be-fand sich in einem Land, worin das Ang Alles ineinem magischen Spiegel sah. In ihrer Gegenwartwars, als höre man auf eine herrliche Musik; manfühlte sich in jene Empfindung getaucht, die so we-nig Irdisches an sich hat, und welche die Musik amersten einzuflößen vermag in jene Wonne, dieläutert und erhebt, die Sinne zwar faßt, aberihnen den Charakter der Seele gibt.

So war sie denn besonders geeignet die mindergewöhnlichen, kühneren männlichen Naturen zubeherrschen und zu fesseln; sie lieben hieß zwei Lei-denschaften vereinigen: Liebe und Ehrbegierde;man strebte empor wenn man sie anbetete. KeinWunder, daß sie die geheimnißvolle aber flammendeSeele des Egypters, eines Mannes, in welchem diewildesten Leidenschaften sich bargen, gänzlich inBande geschlagen und überwältigt hatte. IhreSchönheit und ihre Seele in gleichem Grad machtenihn zum Sklaven.

Von der gewöhnlichen Welt durch eigenen An-trieb geschieden, liebte er jene Kühnheit des Cha-