tröstenden Worten zu, womit wir den Schmerzeines Kindes zu sänftigen suchen. Und so schonnahm er sich in seinem freundlichen Bemühen aus,daß selbst das wilde Herz Stratonices bewegtwurde. Seine Gegenwart schien einen Glanz überdiese niedere, schmutzige Stätte ansznstrahlen. -Jung, schön, herrlich, war er ein Bild von derSeligkeit der Erde, tröstend ein Wesen das vonder Erde verkästen worden!
„Ei! Wer hätte gedacht, daß unsere blindeNydia so zu Ehren käme," sagte die Amazone undwiststte sich die erhitzte Stirn.
Glankns sah den Burbo an.
„Mein guter Mann," sprach er, „das ist DeineSklavin; sie singt gut, und ist an die Blumen-wartnng gewohnt; ich wünsche einer Dame einesolche Sklavin zum Geschenk zn machen. WillstDu sie an mich verkaufen?" Bei diesen Wortenfühlte er wie der ganze Körper des armen Kindesvor Entzücken bebte; sie fuhr auf, streifte das auf-gelöste Haar aus den Angen und blickte umher,als hätte sie die Kraft zn sehen.
„Unsere Nydia verkaufen? Nein wahrhaftig!"erwiederte Stratonice griesgrämig.
Nydia sank mit einem langen Seufzer zurückund faßte von Neuem das Kleid ihres Beschützers.
„Unsinn!" rief Klodius gebieterisch, „Ihrmüßt cs mir zn Gefallen thnn. Was Mann! wasalte Dame! Bekommt mich zum Feind und Euer