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„Sic singt gut und hat ein Saitenspiel wieeine Muse," entgegnete Kalenus; „das sind Eigen-schaften , die mein Patron stets freigebig bezahlt."
„Er ist ein Gott!" rief Burbo begeistert aus;„jeder großmüthige Reiche verdient göttliche Vereh-rung. Aber komm, einen Becher Wein, Alter, undsag mir was Näheres von diesen Dingen. Washat sie zu thun ? Sie ist eingeschüchtert, spricht vonihrem Eid und geht mit nichts heraus."
„So wenig als ich bei meiner rechten Hand!Auch ich Hab' diesen furchtbaren Eid der Geheim-haltung geschworen."
„Eid? was sind Eide für unser eins?"
„Wär's so ein Alletagseid; aber dieser!" undder massive Priester schauderte. „Ja," fuhr er fort,einen mächtigen Becher ungemischten Weins leerend,„ich gesteh Dir, es ist nicht so sehr der Eid, den ichfurchte, als die Rache Dessen, der ihn mir vorlegte.Bei den Göttern er ist ein gewaltiger Zaubererund könnte die Kunde vom Bruch meines Geheim-nisses selbst vom Mond herabzieheu, wen» ich csDiesem anfzuschwatzen wagte. Sprich nichts mehrdavon. Beim Pollux, so hoch es bei den Gelagenhergeht, die ich mit ihm genieße, wird mirs dabeidoch nie recht behaglich. Mir ist eine lustige Stundemit Dir, mein Junge, und eine von den einfachen,unverfälschten, lachenden Dirnen, die ich in diesemverräucherten Stübchen treffe, lieber als ganzeNächte unter jenen prachtvollen Schwelgereien."