Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
Seite
85
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neu besonder» Geschmack an ihr zu finden, den» siezahlen sie immer besser als irgend ein anderes Blu-menmädchen. und jederzeit bringt sie uns AUeS zu-rück, was gewiß mebr ist, als jede andere Sklavin thuuwürde. Sv verricht' ich denn die Arbeit im Haus selbst,aber ihre Einnahme wird mir bald so Viel eingetra-gen haben, das; ich mir eine zweite Staphyla kau-fen kan». Ohne Zweifel hat der theffalische Seelen-Verkaufer das blinde Mädchen von ordentlichen Leu-ten gestohlen. *) Außer ihrer Fertigkeit im Kranz-winden, fingt sie auch und spielt auf der Zitter,was uns ebenfalls Gewinn trägt, und seit Kurzem doch das ist ein Geheimnis;"

Was!" rief Lydon,bist Du eine Sphinx ge-worden ?"

Sphinx, nein. Warum eine Sphinx?"

Laß Dein Geschwätz, gute Frau und bring unsunser Essen, ich bin hungrig," sagte Sporuö unge-duldig.

Ich auch," wiederholte der grimme Niger,sei» Messer an der flachen Hand wetzend.

Die Amazone schritt nach der Küche und kehrte

') Die theffalischen Sklavenhändler waren dafür berüch-tigt, daß sie Personen von Geburt und Erziehung raub-ten: sogar ihre eigenen Landsleute schonten sie nichtimmer. Aristoxyancs spottet bitter über dieses schondem Sprichwort nach verratherische Volk wegen seinerunzerstörbaren Sucht sich aus solchem Handel mitMenschenfleisch zu bereichern.