ärmlicher Perser, sag ich Dir! „Was, Kerl, Habich nicht zwanzig Iakre lang in der Arena ge-fuchten ohne m ine Arme ei» einzig Mal zn sen-ken? Hab ich nicht ans des Editors *) eigenerHandden Stab als Siegeszeichen und als BernMigungerbalten, auf meinen Lorbeeren anszuruhen? undsoll jetzt rou einem Gelbschnabel geschult werden?"Damit stieß er die Hand rerächtlich von sich.
Ohne einen Muskel zn ändern und mit dem-selben lächelnden Gesicht, womit er den Wirth zu-vor bestichelt batte, ertrug der Gladiator di-schmerz-liche Umfassung. Nicht sobald aber war seine Handlos, als er sich einen Augenblick niedcrducktc, wieeine wilde Katze; das Haar sträubte sich ihm anKopf und Bart empor, und unter einem wilden,gellenden Schrei fuhr er dem Riesen mit einer Ge-walt an die Kehle, welche Diesen, so groß undstämmig er war, aus dem Gleichgewicht brachte.Mlt dem Getos eines stürzenden Felsen fiel ernieder, und über ihn auch sein rachedurstiger Feind.
Vielleicht halte unser Wirth des ihm von Ly-don so freundlich empfohlenen Strickes nicht bedurft,war' er drei Minuten länger in dieser Stellung
*) Namen Desjenigen, welcher die Gladiatorenspieledem Volk gao teücbat). Ans Verlangen des Volkesüberreichte der Editor solchen Gladiatoren, die Be-weise von uugewöbnlichcr Tarferkcit gegeben batten,einen Stab (ruclis) zum Zeichen der Freilassung.Diese euüerlliliiili oder lurliarii hingen sofort ihreWaffen im Tempel des Herkules auf.
Der Uebersetzer,