Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
Seite
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Geheimnisse», die zu empfangen des Menschen Seelesich eignet; es ist das Räthsel des Lebens selbst,dessen Lösung Du von mir forderst. Nur auf kurzeZeit iu diesem trüben, beschränkte» Erdendaseinverweilend, füllen wir, wie Kinder, die manin die Fiusterniß gesetzt hat, das Dunkel mitGespenstern; bald sinken unsre Gedanken schauderndans uns selbst zurück, bald stürzen sie sich wild indie führerlose Nacht hinaus, und suchen, wasdiese verbergen möge; wir strecken die hilflosen Händedahin und dorthin, damit wir nicht blind über ir-gend eine versteckie Gefahr straucheln; ohne Kundeder uns gezogenen Grenzen glauben wir bald siemüßten uns erdrücken, bald sie dehnte» sich weithinbis zur Ewigkeit aus. In solchem Zustand drängtsich alle Weisheit nothwendig in Lösung der beidenFragen zusammen:was sollen wir glauben undwas sollen wir verwerfen?" Diese Fragen soll ichDir beantworten?"

Apäcides nickte bejahend mit dem Kopf.

Der Mensch muß einen Glauben haben," fuhrder Egypter mit trübem Ton fort.Er muß seineHoffnung an etwas befestigen; Dies will die unsallen gemeinsame, anererbte Natur. Wenn Du er-schreckt und durchschaudert von der Zerstiebung Des-sen, woran zu glauben man Dich gelehrt, über einfurchtbares, uferloses Meer der Ungewißheit hin-schwimmst, rufst Du um Hilfe, willst ein Brett, Dichdaran zu klammern, willst Land, das Du, wenn