Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
Seite
46
Einzelbild herunterladen
 

Du bist nicht unwillkommen, Olinrh, aber ichbi« traurig und abgematict, und für diesen Abendnicht im Stand über diejenigen Gegenstände zusprechen, welche Dir am angenehmsten sind."

O Du Klcuimnthiger," entgegnete Olinth mitbitterem Eifer;Du bist traurig und abgemattetund willst Dich den eben der Quelle abwcnden, dieerfrischt und heilt!"

O Erbe," rief der junge Priester sich leiden-schaftlich ans die Brust schlagend,von welchemOrt aus sollen meine Augen in den wahren Olympdringen, wo deine Götter wirklich wohnen ? Sollich mit diesem Mann glauben, daß keiner von Denen,zu welchen meine Väter so viele Jahrhunderte hin-durch gebetet, Wesen und Namen habe? Soll ichals eine Schmach und Entweihung der Gottheiteben die Altäre umstoßen, die ich für die heiligstenhielt? oder soll ich mit Arbaces glauben was?"

Er schwieg und thal einige Schritte rasch vor-wärts mit der Hast eines Menschen, der sich selbstentfliehen will.

Aber der Nazarener war eine von jenen fisten,kräftigen, begeisterten Naturen, durch welche Gottjederzeit die Umwälzungen auf Erden vollbracht hat,und die vor Allem, sei'S bei der Gründung, sci's betder Reinigung Seiner Religion, geschaffen sindAndere zu bekehre», weil sie geschaffen sind zudulden: Männer die nichts enlmuthigt, nichtserschreckt in der Glnth ihres Glaubens sind sie bc-