In der Unterredung, mit welcher er so eben beglücktworden, hatte er zum erstenmal deutlich wahrge-nommen, das; seine Liebe Jonen nicht unwillkommenwar, und von ihr nicht unerwiedert bleiben würde.Diese Aussicht erfüllte ihn mit einem Entzücken,dem Raum zu geben Himmel und Erde ihm zueng dünkten. Nicht ahnend den plötzlichen Feind,den er zurückgelaffen, und nicht nur dessen Stiche-leien, sondern selbst dessen Dasei)» vergessend, ginger durch die lustigen Straßen, und wiederholte sichim Freudenrausch die Musik des weichen Liedes,worauf Jone mit so viel Aufmerksamkeit gehört hatte.
Jetzt trat er in die Straße der Fortuna mitihrem erhöhten Fußpfad, ihren nach Außen bemal-ten Häusern, während die offenen Thüren das Augauf den farbcnpraugenden Fresken im Innern ru-hen ließen. Beide Straßenenden waren mit einemTriumphbogen geschmückt, und als Glankus sofortvor den Tempel Fortunas gelangte, ein schönesGebäude, das von einem Glied der Familie Cice-ros, vielleicht von dem Redner selbst, gegründetworden scyn soll, lieh die vorspringende Säulenhalleeinem Schauplatz, der sonst eher schimmernd als er-haben gewesen seyn dürfte, einen würdevollen, chr-furchtgebietenden Ausdruck. Der Tempel war einesder anmnthigsten Werke römischer Baukunst. Erstand au einem etwas hohe» Podium und zwischenzwei Treppenfluchten, die zu einer Plattform führ-ten, befand sich der Altar der Göttin. Von dieser