Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
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über seine Seele und seinen Glauben, erstrebend,waren die alten Diener GotteS von dem großartig-sten Gedanken begeistert der je in sterblichen Wesenanfblitzte. Den Umwälznngen der Sterne, denJahreszeiten der Erde, dem rnnden, unabänder-lichen Kreislauf des Menschcngeschicks entnahmensie eine heilige Allegorie; durch Zeichen von Göt-tern und Göttinnen machten sie dieselbe für dengroßen Hansen sinnlich und greifbar, und was ei-gentlich Regierung war nannten sie Religion.Isis ist eine Fabel erschrick nicht. Das, wo-für Isis das Sinnbild ist. existirt wirklich und istein unsterbliches Wesen; Isis ist nichts; die Na-tur, welche durch sie vvrgcstcllt wird, ist die Mutteraller Dinge dunkel, uralt, unerforschlich, außerfür die wenigen Geweihten.Kein Sterblicher hatje meinen Schleier gehoben," sprach die JsiS dieDu anbctest; für die Weisen aber ist dieser Schleiergelüftet worden und Antlitz in Antlitz sind wir demLiebreiz der Natur gegenüber gestanden. DiePriester waren die Wohlthäter, die Bildner derMenschheit; allerdings daß sie auch, wenn Du sowillst, Betrüger, Täuscher waren. Glaubst Duaber wenn sie ihre Mitmenschen nictzt getäuscht,sic hätten denselben zu dienen vermocht? Die un-wissende, knechtische Menge muß um ihres eigenenBesten willen geblendet werden; einem Lehrsatzwürde sie nicht glauben, ein Orakel verehrt sie.Der Kaiser von Nom beherrscht die weit gedehnten,