Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
Seite
7
Einzelbild herunterladen
 

Bänke, die durch das Gehölz zerstreut waren. Siesetzten sich, nnd in den dnnkeln Gestalten lag et-was Verwandtes mit der nmschattcten Einsamkeitdes Ortes.

Apäcides stand im Lenz der Jahre, schien je-doch mehr Leben erschöpft zu haben, als der Egyp-ter selbst. Seine zarten, regelmäßigen Züge warenabgezehrt nnd farblos; seine hohlen Augen strahl-ten von einem schimmernden, fieberhaften Glanz;seine Gestalt beugte sich vorzeitig darnieder nndauf seinen fast weiblich kleinen Händen deutetendie blauen, angelanfenen Adern die Mattheit undSchwäche der erschlafften Sehnen an; in seinemGesicht bemerkte man eine auffallende Aehulichkeiimit Jone, aber der Ausdruck wich von jener ma-lestätischen, geistigen Stille, die der Schönheit derSchwester ein so göttliches, echt antikes Geprägeausdrncktc.gänzlich ab. In ihr wurde der Enthu-siasmus sichtbar, aber er erschien stets gezügelt undin Schrafiken gehalten; dies bildete den Zauberund die Seele ihres Antlitzes; man wünschte einenGeist zu wecken, der ruhte, aber augenscheinlichnicht schlief. In Apäcides zeugte das ganze Acnßerevon der Glnth und Leidenschaft seines Temperamen-tes , und der denkende Th-il seiner Natur schiennach dem wilden Feuer der Augen, der im Ver-hältnis; der Stirnhöhe bedeutenden Breite derSchlafen, nnd der zitternden Unruhe der Lippe zuschließen, von dem imaginativen und überirdischen