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tuellen Bedürfnissen seiner Zeit. Denn jeder große Autorsott einem Bedürfniß seiner Generation entsprechen, indemer irgend ein Gefühl erweckt oder eine Wahrheit enthüllt;und da dieser Grundsatz im Allgemeinen gut ist, und diemeiste» bedeutenden Schriftsteller in Hauptstädten gelebt ha-ben, so wagt es Leonard nicht, sich an die Ausnahmen zuhalten. Nur der Erfolg rechtfertigt ein Abweichen von dergewöhnlichen Regel, und mit der derben Mannhaftigkeit sei-nes Wesens, welches nicht das eines Dichters ist, macht Nor-reys die Schlnßbemerkung: „Was lst's auch? Ein Versuchist mißglückt; paßt Euer Leben Eurem Genius an und ver-sucht es noch einmal." Noch einmal versuchen! Ein leich-ter Rath für einen Mann von stets bereiten Hülfsquellenund einem raschen, kampfrüstigen Geiste; aber wie schwer— oh, wie schwer für Leonard! „Sein Leben seinem Geniusanpaffen!" — auf Beschaulichkeit und Natnr verzichten, umsich in das Gewühl von Orfordstreet zu werfen! — Mußteein solches Leben den Genius nicht für immer verscheuchen?Verwirrt und zaghaft, obschon noch immer um Standhaf-tigkeit ringend, kehrt er in seine Heimath zurück. Dort amHerd harrt seiner die Beschwichtigerin; dort ist die Stimme,welche ihm die schönsten Stellen vorsagt und ihm mit Zuver-sichtlichkeit künftigen Ruhm prophezeit; und allmälig wirddie Umgebung wieder lächelnd unter dem Lächeln von Helen.Und die tiefe Ueberzeugung, daß der Himmel das menschlicheGlück über den Bereich weltlicher Mißachtung oder Lob-sprüche gestellt hat, rinnt durch seine Adern und stellt seineheitere Ruhe wieder her. Und er fühlt, daß es die Ausgabe
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