Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
2163
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tuellen Bedürfnissen seiner Zeit. Denn jeder große Autorsott einem Bedürfniß seiner Generation entsprechen, indemer irgend ein Gefühl erweckt oder eine Wahrheit enthüllt;und da dieser Grundsatz im Allgemeinen gut ist, und diemeiste» bedeutenden Schriftsteller in Hauptstädten gelebt ha-ben, so wagt es Leonard nicht, sich an die Ausnahmen zuhalten. Nur der Erfolg rechtfertigt ein Abweichen von dergewöhnlichen Regel, und mit der derben Mannhaftigkeit sei-nes Wesens, welches nicht das eines Dichters ist, macht Nor-reys die Schlnßbemerkung:Was lst's auch? Ein Versuchist mißglückt; paßt Euer Leben Eurem Genius an und ver-sucht es noch einmal." Noch einmal versuchen! Ein leich-ter Rath für einen Mann von stets bereiten Hülfsquellenund einem raschen, kampfrüstigen Geiste; aber wie schwer oh, wie schwer für Leonard!Sein Leben seinem Geniusanpaffen!" auf Beschaulichkeit und Natnr verzichten, umsich in das Gewühl von Orfordstreet zu werfen! Mußteein solches Leben den Genius nicht für immer verscheuchen?Verwirrt und zaghaft, obschon noch immer um Standhaf-tigkeit ringend, kehrt er in seine Heimath zurück. Dort amHerd harrt seiner die Beschwichtigerin; dort ist die Stimme,welche ihm die schönsten Stellen vorsagt und ihm mit Zuver-sichtlichkeit künftigen Ruhm prophezeit; und allmälig wirddie Umgebung wieder lächelnd unter dem Lächeln von Helen.Und die tiefe Ueberzeugung, daß der Himmel das menschlicheGlück über den Bereich weltlicher Mißachtung oder Lob-sprüche gestellt hat, rinnt durch seine Adern und stellt seineheitere Ruhe wieder her. Und er fühlt, daß es die Ausgabe

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