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ungünstigen Stunde. Andere Dinge beschäftigten die Oeffent-lichkeit; die Welt hatte nicht Zeit, aus ihn zu achten, undLas Buch drang nicht in die großen Kreise der Leser. Aberein wiloer Recensent ist darüber hcrgefallen und hat es ver-stümmelt, verzerrt und entstellt, indem er Schönes und Man-gelhaftes in einen Guß spottenden Lächerlichmachens zu-sammenschmolz. Und die Schönheiten haben noch keinenAuslegeri die Mängel noch keinen Vertheidiger gefunden;und der Buchhändler schüttelt den Kopf, deutet auf dieächzenden Simse und gibt mitZartheit zu verstehen, daß dasWerk, welches der Inbegriff des geheiligten Lebens im Le-hen sehn sollte, den Geschmack des Tages nicht getroffenhabe. Leonard denkt an die Jahre, welche seine stille Arbeitihn kostete, und fühlt, daß er die reichsten Minen seines Gei-stes erschöpft hat. Er weiß, daß lange Jahre entschwin-de» müssen, eh' er das Jdeenkapital ersetzen kann, welchesuöthig ist, um neue Schachte abzuteufen und frisches Erzzu Tag zu fördern. Ob der Vereitelung seines höchsten Zielshat ihn tiefer Kleinmuth ergriffen; denn alle seine früherenLeistungen sind mit inbegriffen in dem Fehlschlagen des letz-ten krönenden Erfolgs. Sein ganzer Ehrgeiz als Schrift-steller erscheint ihm unwiederbringlich als ein verfehltes Stre-Len; sein Wirken im Reich der Ideale kommt ihm wie einwerthloser Traum vor, und das Antlitz des Idealen selbstist für ihn getrübt. Sogar Norrehs bemerkt unverhohlen,obschon wohlmeinend, gegen ihn, daß das Leben in einer Groß-stadt ein wesentliches Bedürfniß sey, wenn der Schriftstellereine gesunde Anschauung gewinnen wolle von den intellek-