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12/17 (1853)
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welche man so bezeichnend mit dem Ausdruck der „schäbigenGentilität" belegt. Seine Miene war die eines schleichen-den, scheuen, ausgehungerten Landstreichers. Als er denschmierigen zerrissenen Hut abnahm, erblickte man in seinemGesicht, ungeachtet er den Jahren nach noch jung war, dieMerkzeichen eines frühreifen Alters. Sein sonst so schönesSeidenhaar war von eisengrauer Farbe und zeigte da unddort kahle Stellen; auf Stirne und Gesicht bemerkte mantiefe Furchen, und obschon sich der Ausdruck des Verstan-des nicht verkennen ließ, erschien er doch in einer Weise, daßman sich unwillkürlich davor in Acht nahm — finster —unheimlich — drohend.

Randal fertigte alle Fragen kurz ab. Er griff »ach dermäßigen Quantität Wein auf dem Tisch und leerte sie in ei-nem Zuge. „Pah!" sagte er; „hast Du nichts, was denMenschen besser wärmt, als dies?" Oliver, der unter demEinfluß eines schrecklichen Traumes zu stehen meinte, gingan den Schrank und holte eine Flasche heraus, die zu dreiWcrtheilen mit Branntwein gefüllt war. Randal langtehastig darnach und setzte ohne Umstände den Hals der Flaschean seine Lippen. „Rh," sagte er nach einer kurzen Pause,„das stärkt. Jetzt gib mir zu essen." Oliver beeilte sich,seinen Bruder zu bedienen; denn in Wirklichkeit schämte ersich, wenn sein Gast auch nur der schlappschuhigen Magdzu Gesicht kam. Als er mit dem Mnndvorrath, den er inder Speisekammer znsammenraffen konnte, zurückkehrte, saßRandal bei dem Feuer und breitete seine abgezehrten, knö-