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junger gnädiger Herr wird Brautführer werden. Wir solltennur unsere kleine Nora kommen kaffen, daß sie die Herrlich-keiten mit ansehen kann."
Und von den Zweigen des alten Baumes her erschollder Schrei eines irren Geistes — einer von jenen seltsamenerschütternden Tönen menschlichen Tvdesweh's, die man nievergißt, wenn man sie einmal gehört hat. Es ist wie dasWehklagen der Hoffnung, wenn auch si e dem Becher derLeiten entweicht und in dem endlosen Raum verschwindet —es ist der Schrcckensschrci der Vernunft, wenn sie sich vondem sterblichen Thon trennt, und der Seele, die sich losringenmöchte von dem Leben! Für einen Augenblick trat tiefeStille ein — und dann hörte man einen dumpfen, schwerenFall.
Sprachlos sah das Ehpaar sich gegenseitig an; dannschlichen sie dicht an den Zaun hin und schauten hinüber.Unter den Zweigen und auf den knorrigen Wurzeln der Eichebemerkten sie — grau und unbestimmt — eine hingestreckteGestalt. John öffnete das Pförtchen und ging hinüber; dieMutter aber schlich bis an die Straße und blieb da stehen.
„Oh, Weib, Weib!" rief John Avenel unter den grünenZweigen hervor; „es ist unser Kind Nora! Unser Kind— unser Kind!"
Und während er so sprach, flatterten die schwarzen Na-ben aus den Zweigen, umkreiste» wieder und wieder denBaum und riefen ihren Jungen!