Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1182
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sich höflich und zutraulich, wie es ihm als Wirth zustaud,betrachtete aber Helen blos als Kind, das er natürlich derGräfin überließ. Ein unbestimmtes Gefühl von ihrerzweideutigen Stellung, von der verhältnißmäßigen Unan-sehlichkeit ihrer Geburt und ihrer Glücksgüter, lastete pein-lich auf ihr, und sogar ihre Dankbarkeit gegen Harleywurde ihr durch das Bewußtsehn ihrer Hilflosigkeit zueiner Bürde. Der Dankbare sehnt sich nach Vergeltungund was konnte sie je für ihn thun?

Unter solchen Gedanken wandelte sie einsam durch diegeschlängelten Spazierwege und Nachäffungen einer länd-lichen Gegend; und das jenseits der hohen düster» Mauerneben sichtbare lärmende London, während man nicht einmalden Fenstern jenes massenhaften, förmlichen Hauses aus-weichen konnte, schien dem armen Wesen, das sich nach dereinfache» liebenden Natur sehnte, ein Abbild der fesselndenSchranken des Rangs zu sehn.

Helens Träumen wurde durch Ncro's frohes Gebellunterbrochen. Das Thier hatte sie bemerkt, kam aus sie zu-gesprnngen und schob seinen großen Kopf in ihre Hand.Glücklich in dieser ehrlich gemeinten Begrüßung beugte siesich nieder, um den Hund zu streicheln, und die Thräue»,welche ihr längst in den Augen gestanden, träufelten auf denvernunftloscn Freund nieder; denn ich kenne nichts, wasnns mehr zu Thränen bewegt, als die treue Anhänglichkeiteines Hundes, wenn die Berührung mit menschlichen We-sen schmerzlich und erkältend auf uns cingewirkt hat. Dahörte sie Plötzlich hinter sich den Ton Von Harleh's mnsi-