Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1178
Einzelbild herunterladen
 

1478

leichthin Du, der Du einer so glühenden Liebe fä-hig bist!"

Mutter/' versetzte Harlcy mit Ernst,gebt Euch zu-frieden. Ich wenigstens bin es. Eine Liebe wie früherich fühle dies leider nur zu gut kann nie mehr bin mircinkehren Aber eine sanfte Gefährtin mir zur Seite, zärt-liche Freundschaft, der Trost und das sinnige Licht in demLächeln eines Weibes später die Stimmen von Kin-dern, eine Musik, die, in den Herze» bei: er Eltern wieder-hallend, die nachhaltigsten und reinsten Sympathien weckt dies sind meine Hoffnungen. Kommen sie Euch so ge-ring vor, meine zärtliche Mutter?"

Abermals weinte die Gräfin, nnd ihre Thränen warennoch nicht vertrocknet, als sie das Zimmer verließ.

Achtes Kapitel.

O Helen, schöne Helen Musterbild von der ruhi-gen, heitern, unbeachteten, tiefgefühlten Trefflichkeit desWeibes! Des Weibes, nicht im Sinne des vom Dichteraus der Luft hervorbeschworenen Ideals, sondern wie derDichter es wünschen muß zur Genossenschaft auf Erden!Des Weibes, das mit seiner klaren, sonnigen Anschauungder Dinge in der Wirklichkeit und mit der seine» Empfäng-lichkeit eines zarten Geistes die Mängel dessen ersetzt, dermit dem Fuß stets auf der Erde strauchelt, weil sein Augezu unverwandt an den Sternen hängt! Des vorsorglichen,