Druckschrift 
1 (1841)
Entstehung
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Der Arzt wandte sich zu Sidney, der mit seiner Uhr-kette spielte und zu ihm herauf lächelte.

Und dies Kind, Sir?" sagte die Mutter beküm-miert, ganz den über sie selbst ergangenen schlimmenSpruch vergessender ist so zart!"

Ganz und gar nicht, Madame ein sehr hüb-scher kleiner Bursch," und der Arzt tätschelte den Knabenauf den Kopf und verschwand rasch.

Ach, Mama, ich wollte Du rittest ich wollteDu nähmest.daS weiße Pferdchen!"

Armer Knabe! Armer Knabe!" murmelte die Mut-ter:Ich darf nicht selbstsüchtig sehn!" Sie bedeckte sichdas Antlitz mit den Händen und fing an nachzusinnen.

Konnte sie so, den wahrscheinlich nahen Tod vorAugen, den Entschluß fassen, ihres Bruders Anerbietenabznlehnen ? Sicherte es nicht wenigstens ihrem Kind Ob-i dach und Brod? Wenn sie einmal todt war, konnte dannnicht das Band zwischen dem Oheim und dem Neffen ab-gerissen werden? Wußte sie, ob er dann so freundlichgegen den Knaben sehn würde §ls jetzt, wo sie ihn mit ei-genem Mund seiner Sorge empfehlen, wo sie selbst daskostbare Pfand in seine Hände liefern konnre? Unter sol-chen Gedanken faßte sie einen jener Entschlüsse, welche dieganze Stärke selbstaufopfernder Liebe in sich schließen. Siewollte den Knaben, ihren einzigen Trost, ihre einzigeFreude, von sich weggeben, sie wollte allein sterben,allein!