Druckschrift 
1 (1841)
Entstehung
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zulegen genöthigt bin; denn der Charakter verräth sichoft mehr in Briefen als in der Rede. Mr. Roger Mor-tons Antwort war in folgenden Ausdrücken abgefaßt;

„Liebe Katharine!

Ich habe Deinen Brief vom vierzehnten dieses er-halten und schreibe Dir mit umgehender Post. Es machtmich sehr betrübt, Deinen Jammer zu vernehmen; aberwas Du auch sagst, ich kann nicht denken, daß der verstor-bene Mr. Beaufort wie ein gewissenhafter Mann gehandeltHat, wenn er vergaß sein Testament zu machen und seineKinder hülflos und mittellos zurückließ. Es lautet Allesrecht schön, was man von seinen Absichten schwatzt; aberdie Probe des Puddings ist das Essen! lind es fällt mir,der ich eine eigne große Familie habe, nnd mir meinenLebensunterhalt durch Ehrlichkeit und Betriebsamkeit er-worben habe, schwer, die Kinder eines reichen Gentlemanerhalten zu sollen. Was Deine Geschichte von der gehei-men Tranung betrifft, so mag das wahr sepn und auchnicht. Vielleicht wurdest Du von diesem unwürdigen MannHinters Licht geführt, denn eine wirkliche Tranungkonnte es nicht seyn. Und, wie Du sagst, das Gesetz hatdiesen Pimkt entschieden; daher, je Weniger Du überdiese Sache sprichst, desto besser. Es kommt Alles aufEins hinaus. Die Leute sind nicht verpflichtet zu glanben,was nicht bewiesen werden kann. Und selbst wenn, wasDu angibst, wahr ist, bist Du mehr zu tadeln als zu be-mitleiden, daß Du so viele Jahre den Mund hältst, undeine ehrbare Familie in Mißkredit bringst, wofür die