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Er hatte keine andre Regel seines Handelns, als die ihmdie Welt an die Hand gab; seine Religion war Anstandund Schicklichkeit — sein Ehrgefühl war Beachtung derMeinung Andrer. Sein Herz war eine Sonnenuhr, derenSonne die Welt war; wenn das Auge des Publikumsdarauf siel, entsprach es allen Anforderungen, die manan ein Herz machen kann; aber wenn dies Auge nichtsichtbar war, dann war die Sonnenuhr stumm— einStück Erz und Nichts weiter.
Die Gerechtigkeit gegen Robert Beaufort erheischt,dem Leser die Versicherung zu geben, daß er an die Ge-schichte seines Bruders von den heimlichen Trauung ganzund zar nicht glaubte. Er betrachtete diese Erzählung,als er sie zuerst hörte, als die bloße (und dazu seichte)Erfindung eines Mannes, der den unklugen Schritt, dener zu thun im Begriff stand, so ehrenhaft als möglich er-scheinen zu lassen wünschte. Der gleichgültige Ton seinesBruders, als er von der Sache sprach, — sein Geständ-niß, daß von einer solchen Trauung keine klaren Beweisevorhanden festen, außer einer Abschrift aus einem Kirchen-buch, (welche Robert nicht gefunden hatte,) machte seinenUnglauben sehr natürlich. Er glaubte daher durchauskeine Zartheit oder Achtung einer Frau schuldig zu seyn,durch die er um ein Haar eine herrliche Erbschaft verlo-ren hätte — einer Frau, die nicht einmal seines BrudersNamen getragen — einer Frau, die Niemand kannte.Wäre Mrs. Morton Mrs. Beaufort, und die natürlichenSöhne rechtmäßige Kinder gewesen, so hätte Robert